Insolvenz – Was ist für Startups zu beachten? | 9. ECB@FrannzClub am 15.2.2012

05.02.2012 No Comments

“The very first company I started failed with a great bang. The second one failed a little bit less, but still failed. The third one, you know, proper failed, but it was kind of okay. I recovered quickly. Number four almost didn’t fail. It still didn’t really feel great, but it did okay. Number five was PayPal.”

Karrieren wie jene von Max Levchin sind in den USA gang und gäbe, zeichnet sich das vielbewunderte Silicon Valley nach Steve Blank doch hauptsächlich durch seine Toleranz gegenüber dem Scheitern des Unternehmers aus:

“The biggest thing that makes this area technology cluster is, you know what we call a failed entrepreneur in Silicon Valley? Experienced. Nowhere else in the world do we say that. Anywhere else in the world if you failed you embarrassed your family, your community, your state. Not here. Failure is accepted as experience. And that changes this culture. Screwed it up? Great, as long as you don’t blame it on someone else and you say: listen, let me tell you what I learnt. I’ll never do that again. You can play this game forever here. Step outside the Bay Area and try that anywhere else in the United States–let alone anywhere in the world–and you’ll never get another job.”

Die Diskrepanz zu den deutschen Verhältnissen könnte daher nicht größer sein: Einerseits die Hoffnungen, dass Berlin sich zu einem neuen Cluster für High-Tech-Unternehmen wandeln möge (am liebsten würde man das Valley klonen; ebenfalls ein sehr deutscher Ansatz). Andererseits ist ein zunehmender Insolvenztourismus gescheiterter Entrepreneure ins Elsaß oder nach UK zu beobachten, da die deutsche Insolvenzordnung (InsO) immer noch den Kaufmannsgeist des 19. Jahrhundert atmet und auf ein globales, standortunabhängiges Geschäft nur bedingt vorbereitet ist.

Wir haben daher sachkundige Menschen eingeladen, um im Rahmen einer Diskussion die aktuelle Situation zu beleuchten, zu hinterfragen sowie Handlungsempfehlungen für Gründer zu geben. Besonders freuen wir uns auf Herr Staatssekretär Stefan Kapferer, der uns über die geplanten Änderungen der Insolvenzordnung und den aktuellen Stand des Gesetzgebungsverfahrens informieren wird.

Wir treffen wir uns hierzu wiederum im Frannz Club in der Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg, Schönhauser Allee 36.

(1) Anmeldung:

Die Teilnahme steht allen Interessierten offen und erfordert eine Registrierung via amiando:

Über häufiges Sharen der Veranstaltung freuen wir uns sehr, das Hashtag lautet #ecb.

(2) Die Teilnehmer:

Stefan Kapferer, Staatssekretär BMWi

Insolvenz & Startups: 9. ECB mit dem Staatssekretär des BMWi Stefan KapfererStefan Kapferer ist beamteter Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Er studierte Verwaltungswissenschaften in Konstanz und arbeitete nach seinem Diplom in einem Forschungsprojekt der Treuhandanstalt.

Rechtsanwalt Felix-Maria Rüther

Felix-Maria Rüther: Haftung und InsolvenzFelix-Maria Rüther absolvierte seinen LLM in Dallas, Texas. Als Rechtsanwalt war er für eine Deutsche Anwaltskanzlei im Insolvenzrecht tätig, wonach er 27 Jahre für deutsche Banken in Luxemburg, New York, Frankfurt am Main, Berlin, Brüssel und Paris arbeitete. Später gründete er eine eigene Anwaltskanzlei, absolvierte Abschlüsse im Bank- und Insolvenzrecht und berät nun zahlreiche Unternehmenskunden.

Weitere Informationen: Präsentation auf dem Startup Camp Berlin 2011.

NN; Pressestelle der Berliner Justiz

Wir stehen im Gespräch mit der Pressestelle der Berliner Staatsanwaltschaft, haben derzeit aber noch keine Zusage.

Moderation: Stefan Wolpers.

(3) Zeitplanung:

Wir beginnen mit einem Vortrag von Herrn Staatssekretär Stefan Kapferer um 20 Uhr, gefolgt von einem Panel. Vortrag und Diskussion werden etwa 75 Minuten in Anspruch nehmen, so dass danach ist genügend Zeit zum Networking bleibt..

(4) Anfahrt:

Der Frannz Club liegt in der Kulturbrauerei, die gut per öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist, z.B. mit den Straßenbahnen M1, M10 und 12 sowie mit der U2 (oder ihrem Ersatzverkehr) über den U-Bahnhof Eberswalder Straße:


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